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Unsere
U-Boote im Ausland oder im Manöver |
Es ist schon
traurig, mit anzusehen, was aus unseren Ubooten wird, wenn sie in die Tage
gekommen sind und ausgemustert werden.
Die VEBEG, die Verwertungsgesellschaft des Bundes, hat den Auftrag, nicht mehr
verwendbares Material der Bundeswehr gewinnbringend an den Mann zu bringen. So
geht es auch unseren Ubooten, den alten 206A-Typen, die langsam durch die neuen
Boote der Klasse 212A ersetzt werden.
Ein Zeitungsausschnitt der Wilhelmshavener Zeitung vom 23. Februar 2010 zeigt
ein Bild, wie „U 28“ von den Schleppern „Ikar“ und „Bugsier 1“ auf den Haken
genommen wird und zur Abwrackwerft Scheepssloperij nach Gravendeel in Südholland
geschleppt werden soll. Eine Woche vorher war bereits „U 26“ den gleichen Weg
gegangen und am 2. März folge „U 30“.
Das zu veräußernde Material wird von der VEBEG ausgeschrieben und kann nach
Vereinbarung vorher besichtigt werden.
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Den Sparkurs der
deutschen Bundesregierung bekommt auch die Marine zu spüren. Mit
sofortiger Wirkung wurden sechs der zehn Uboote in Rente geschickt –
sprich: Aus dem Fahrbetrieb der Flotte genommen. Dabei handelt es sich
ausnahmslos um die Boote der Klasse 206A. Eigentlich sollten sie noch
bis 2016 zum Ubootgeschwader gehören. Die stillgelegten Boote „U15“,
„U16“, „U17“, „U18“, „U23“ und „U24“ bleiben vorerst noch in Eckernförde
und werden dort auf die Verlegung nach Wilhelmshaven vorbereitet, wo sie
schließlich außer Dienst gestellt werden. Die Uboot-Männer ohne Uboot
sind sauer, demotiviert und freuen sich schon auf das Ende ihrer
Marinezeit. Aber ein Gutes hat das Ganze: Das 1.UG hat jetzt 1,5
Besatzungen pro Boot!!! Alle Aufgaben muss jetzt die Deutsche Marine mit
den vier Booten der Klasse 212A bewältigen. Durch die unglaubliche
Reduzierung der Anzahl der Uboote rutscht unsere Marine im
„Nationenranking“ in Europa hinter Türkei (14), Griechenland (8),
Italien (6), Norwegen (6) und Schweden (6) auf den Platz sechs -
zusammen mit den Niederlanden. Mit Zulauf der Boote „U35“ und „U36“
(wenn der Bau nicht auch noch gestoppt wird) wird mittelfristig die Zahl
wieder auf sechs ansteigen.
Die knappen Haushaltsmittel treffen auch die im Schnitt fünfzehn Jahre
alten Lenkwaffenfregatten. Sie sollten eine umfassende Modernisierung
der Kommunikations- und Führungstechnik erfahren. Auch sollte das Heck
verlängert werden. Diese Vorhaben wurden verschoben. Wie zu erfahren
war, sogar bis zum Ende der Dekade. Dann kann man eigentlich die Schiffe
verschrotten. Aus unbestätigter Quelle der Marine sickerte durch, dass
die am Horn operierenden Einheiten zum Teil nur mit einer Maschine
fahren, weil die schon lange fällige Generalüberholung nicht finanziert
werden kann. (Vielleicht flog „uns Angela“ dafür zur WM nach Südafrika)
Die Planung sah vor, die Schnellboote durch die neue Korvette „K131“ bis
etwa 2017 zu ersetzen. Nun steht nicht nur das Projekt „K131“ vor dem
Aus, sondern auch die vorzeitige Außerdienststellung der letzten 10 von
ehemals 40 Schnellbooten steht ins Haus.
Aber was will man anderes erwarten von Politikern, die anders fühlen und
denken, nie beim Bund waren, jetzt aber darüber entscheiden. Egal ob
Militär, Wirtschaft oder Vulkanasche. Ich sage nur: „Selbst Schuld“ Es
gibt ja noch genug, die diese Unfähigen wählen“!!! Selbst die, die für
die Arbeit in den Regierungsämtern nicht geeignet sind, werden ins
Europaparlament geschoben.
Dietmar Czirr

Schaut euch das Bild noch einmal
an - das gehört ab jetzt der Vergangenheit an
(aufgenommen am 19. August 2010 im Stützpunkt Eckernförde)
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| Verabschiedung der 206er aus ihrem Heimathafen Eckernförde | Da fahren sie hin - ein letztes Mal aus der Förde in | Richtung Abwrackwerft oder findet sich gar ein Käufer? |
letzter Tag im August 2010
Quelle: Deutsche Marine/Schaltung Küste/selbst
Das fünfte U-Boot der Klasse 212A wurde am 15. November 2011 auf den Namen „U
35“ bei HDW in Kiel getauft. Die Taufe wurde von der Ehefrau und Taufpatin des
Oberbürgermeisters der Patenstadt Zweibrücken Dr. Sigrid Hubert-Reichling mit
den Worten: „Hiermit taufe ich das U-Boot auf den Namen „U 35“
vorgenommen. Die Stadt Meersburg war mit dem Tender „Meersburg“ der
U-Flottille bis zur Außerdienststellung 2004 verbunden. Die Bürger dachten nun
daran, eine weitere Patenschaft für ein neues U-Boot zu übernehmen. Bei der
entscheidenden Gemeinderatsabstimmung im Jahre 2009 gab es jedoch die
Überraschung, dass die Patenschaft jetzt durch die Stadt abgelehnt wurde. Da
sich auch die Stadt Zweibrücken um eine Patenschaft mit einem U-Boot bemühte,
kam das Ministerium diesem Wunsch nun nach. Von 1941 bis 1943 hatte die Stadt
bereits eine Patenschaft mit „U 564“ vom Typ VIIC, das bei Kap Ortegal in
Spanien versenkt wurde.
Obwohl die 212er einer Klasse angehören, hat sich verglichen mit den älteren U
31 bis U 34 bei dem neuen U-Boot einiges in Richtung Technik getan. Aus der
Einsatzerfahrung der anderen Boote sowie technischer Weiterentwicklung wurden
zahlreiche Anpassungen vorgenommen. So wurde beispielsweise ein Fernmeldemast
mit schleppbarer Funkboje eingebaut, um die Kommunikation vom tief getauchten
U-Boot zu sichern. Ein moderner Optronikmast ersetzt das bisherige Seefernrohr
und ein neues Kommunikationssystem dient der vernetzten Operationsführung. Das
Sonarsystem wurde durch eine Seitenantenne erweitert. Ein verdecktes Absetzen
von Spezialkräften soll eine Personenschleuse ermöglichen und erleichtern. Das
Absetzen durch die Torpedorohre gehört jetzt der Vergangenheit an. Die Boote
sind nun auch weltweit, also auch in tropischen Gewässern einsetzbar.
Mit dem zweiten Los der modernsten Baureihe vom Typ 212A bei den U-Booten
beginnt ein neuer Abschnitt. Beide Boote ( U35 und U36) wurden im September 2006
durch das BWB (Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung) für rund 820 Millionen
Auftragswert bei HDW bestellt. „U 35“ soll laut Planung 2013 beim 1.UG in
Eckernförde in Dienst gestellt werden. „U 36“ soll im gleichen Jahr folgen. Auch
die italienische Marine hat sich für diese neue Klasse entschieden und baut vier
Boote unter Lizenz bei einer heimischen
Werft.
Das Wappen des neuen Bootes wird in der Wappenrolle der Marine wie folgt
beschrieben: „Schwarz mit goldener Umrandung, in der Mitte ein silberner
Pferdekopf, oben in zwei Reihen fünf goldene Sterne (3;2), unten drei rote im
Halbkreis angeordnete Rosen“.
Bedeutung:
Pferdekopf und Rosen stehen für die Verbindung mit der Patenstadt Zweibrücken,
welche als Stadt der Rösser und Rosen bekannt ist. Fünf goldene Sterne , als
Kassiopeia angeordnet, stellen die Verbindung zu U 5 und U22 der Marine dar,
welche die Sterne ebenfalls im Wappen führten. Die Zahl der Rosen und der Sterne
lassen sich zur Zahl 35 zusammenfügen. Die Farben Schwarz, Rot und Gold
entsprechen der Landesflagge von Rheinland-Pfalz.
Quelle: Deutsche Marine, Bundeswehr, Schaltung Küste, Kieler Nachrichten
D.C.